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30.08.2025
32. Internationales Filmfest Oldenburg
10-14. September 2025
Oldenburg präsentiert Kristen Stewarts Regiedebüt »The Chronology of Water« als Closing Night Gala und benennt weitere Höhepunkte des kompletten Programms
Nach seiner Weltpremiere in Cannes wird Kristen Stewarts Regiedebüt »The Chronology of Water« im Rahmen der Closing Night Gala der 32. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Oldenburg
präsentiert. „Wir freuen uns, ihrem mutigen und erzählerisch ausgefeilten Regiedebüt eine besondere Plattform zu bieten, denn Kristen hat sich als eine unerschrockene und aufregende neue Stimme
im Kino bewiesen“, sagt Festivaldirektor Torsten Neumann. Der Film wird Ende 2025 oder Anfang 2026 von eksystent Filmverleih in die deutschen Kinos gebracht.
Weitere Debütfilme und Weltpremieren sind Annapurna Srirams Festivalliebling des Jahres »Fucktoys«, der mit dem Slamdance-Publikumspreis ausgezeichnete »Under the Burning Sun« von Yun Xie und
Germán Tejadas Adaption von Oswaldo Reynosos Coming-of-Age-Klassiker »Los Inocentes« aus dem Jahr 1961. Im Rahmen der Festival-Gala am 12. September wird Stella Marie Markerts »Danke für Nichts«
präsentiert.
Die folgenden Filme komplettieren die Ausgabe 2025. Alle internationalen Filmemacher werden anwesend sein:
$Positions
Brandon Daley | USA 2025 | 97 min | Europa Premiere
Beef Squad
Crocodiles
J. Xavier Velasco | MEX 2025 | 103 min | Europa Premiere
Independent Distribution Agency
Danke für Nichts
Stella Marie Markert | GER 2025 | 105 min
Im Verleih von Four Guys Film Distribution
Das Glück der Tüchtigen
Franz Müller | GER 2025 | 104 min
Cologne Cine Collective
Finding Planet Porno: The Wild Journey of American Cinema's First Outlaw
Christian Genzel | AUT 2024 | 102 min
Ghost Light Productions
Fucktoys
Annapurna Sriram | USA 2025 | 106 min | Deutschlandpremiere
Trashtown Pictures
Ghost Bastard
Erkan Acar | GER/SUI 2025 | 95 min | Weltpremiere
Im Verleih von Hadlaub Pictures GmbH
Letzte Ernte
Johannes Naber | GER 2025 | 90 min | Weltpremiere
Norddeutscher Rundfunk
Rains over Babel
Gala del Sol | USA/COL 2025 | 111 min | Deutschlandpremiere
Im Verleih von Cinemien
Situations
Greg Vrotsos | USA 2025 | 102 min | Weltpremiere
Everything Is Fine
The Chronolgy of Water
Kristen Stewart | USA 2025 | 128 min | Deutschlandpremiere
Im Verleih von eksystent Film
The Innoncents
Germán Tejada | PER/MEX 2025 | 90min | Deutschlandpremiere
Señor Z
Uncovering Wolfen
Stewart Buck | UK 2025 | 90 min | Weltpremiere
Bucks Green Ltd
Under the Burning Sun
Yun Xie | USA 2025 | 75 min | Internationale Premiere
Narval Films
Wolfen
Michael Wadleigh | USA 1981/2025 | 115 min | Deutschlandpremiere
Im Verleih von Plaion
22.08.2025
Das 32. Internationale Filmfest Oldenburg eröffnet mit der Weltpremiere von Hank Bedfords
»Eugene the Marine« – und ehrt Hauptdarsteller Scott Glenn mit einem Tribute
Am 10. September hebt sich in Oldenburg der Vorhang mit der Weltpremiere von Hank Bedfords Hommage an seinen legendären Hauptdarsteller Scott Glenn. »Eugene the Marine« verbindet
warmherzige Komödie mit klassischen Elementen des Giallo-Thrillers – an der Seite von Glenn sind Jim Gaffigan, Annette O’Toole und Shioli Kutsuna zu sehen
Bedford, der 2017 sein Regiedebüt »Dixieland« in Oldenburg präsentierte, kehrt mit einer filmischen Vision zurück, die gekonnt zwischen Drama, Komödie und psychologischem Thriller oszilliert. Auf
16mm gedreht und durchdrungen vom Geist des Genrekinos der 1970er- und 80er-Jahre, verneigt sich Bedford nicht nur vor seinem charismatischen Hauptdarsteller, sondern auch vor der wilden Energie
der italienischen Giallo-Tradition. Entstanden ist »handgemachter Horror mit Herz« – im Zentrum: Eugene, ein ehemaliger Marine, dessen streng geordnetes Leben ins Wanken gerät, als sein Sohn
versucht, ihn aus dem Familienhaus in ein Altenheim zu verdrängen – während zugleich eine Serie geheimnisvoller Morde sein Umfeld erschüttert.
Scott Glenn verleiht der Titelrolle mit körperlicher Präsenz und emotionaler Tiefe große Authentizität. Selbst einst Marine, verkörpert Glenn Eugene mit einer gelebten Glaubwürdigkeit, die an die
stärksten Momente seiner langen Karriere erinnert.
Seit über fünf Jahrzehnten prägt Glenn mit seiner eindringlichen Intensität das Kino – von »Urban Cowboy« und »The Right Stuff« über »Das Schweigen der Lämmer« und »Training Day« bis hin zu HBOs
»The White Lotus«. Sein Auftritt in der Serie brachte ihm eine Nominierung als Bester Gastdarsteller in einer Dramaserie bei den Emmy Awards ein, die am 6. September in Los Angeles verliehen
werden. Sein künstlerisches Credo formulierte Glenn einst so: „Es gibt Momente im Spiel, in denen die Rolle dich spielt. Wenn man sensibel genug ist, lässt man es geschehen – und versucht, nicht
im Weg zu stehen.“
Als einer der profiliertesten Charakterdarsteller Hollywoods arbeitete Glenn mit Regiegrößen wie Robert Altman, Francis Ford Coppola, Michael Mann, John Frankenheimer und Sofia Coppola.
Mit dem diesjährigen Tribute ehrt Oldenburg nicht nur ein herausragendes Lebenswerk, sondern auch die Strahlkraft einer aktuellen Rolle, die wie Rückkehr und Neuentdeckung zugleich wirkt. Glenns
Karriere ist geprägt von einer kompromisslosen Hingabe an komplexe Figuren – und »Eugene the Marine« setzt diese Tradition auf eindrucksvolle Weise fort.
Zur Eröffnungsgala werden Hank Bedford, Scott Glenn, sowie Mitglieder des Ensembles und der Crew in Oldenburg erwartet, um einen Film zu präsentieren.
Im Rahmen des Tributes für Scott Glenn zeigt das Festival folgende Filme:
»Urban Cowboy« (USA 1980, Regie: James Bridges)
»The Challenge« (USA 1982, Regie: John Frankenheimer)
»Das Schweigen der Lämmer« (USA 1991, Regie: Jonathan Demme)
»Carla’s Song« (GB 1996, Regie: Ken Loach)
Scott Glenn wird vom 10. bis zum 14. September zu Gast in Oldenburg sein.
21.08.2025
Filmfest Oldenburg präsentiert erste Programmhighlights
Drei Filme werden im diesjährigen Programm einen Fokus auf das irische Kino werfen. Angeführt von der sechsfach Oscar-nominierten irischen Regielegende Jim Sheridan („Mein linker Fuß“),
zeigt sich das irische Kino von seiner besten Seite. Unterstützt von Screen Ireland und der irischen Botschaft in Berlin, werden einige der spannendsten Talente des irischen Kinos in Oldenburg zu
Gast sein.
Re-Creation, IRL/LUX 2025, Jim Sheridan und David Merriman (Deutsche Premiere)
Ein fiktives Juryzimmer wird zur Bühne für das Nachdenken über Wahrheit, Schuld und Erinnerung. In »Re-Creation« werfen der sechsfach Oscar-nominierte Jim Sheridan und David Merriman einen
prüfenden Blick auf den Fall Ian Bailey – zwischen juristischer Präzision und menschlicher Ungewissheit. Vicky Krieps als widerspenstige Jurorin und ein Ensemble angeführt von John Connors laden
die Debatte auf, wie es einst Henry Fonda in Lumets „Die 12 Geschworenen“ tat.
Crazy Love, IRL 2025, Kevin Treacy und Jason Byrne (Weltpremiere)
Das Spielfilmdebüt des preisgekrönten Theaterregisseurs Kevin Treacy und des Kameramanns Jason Byrne ist ein Liebesbrief an Außenseiter. John Connors spielt einen selbstmordgefährdeten Mann, der
sich freiwillig in eine psychiatrische Klinik einweisen lässt und dort in eine schizophrene Patientin (Jade Jordan) verliebt, die diese nie wieder verlassen kann. Mit der Musik des legendären
Komponisten Phil Keiran wird ihre ungewöhnliche Beziehung zu einem verzweifelt schönen Kampf um Liebe und Überleben an einem hoffnungslosen Ort.
Horseshoe, IRL 2025, Edwin Mullane und Adam O’Keeffe (Internationale Premiere)
Vier Geschwister kehren nach dem Tod des Vaters auf das Familienanwesen zur Testamentseröffnung zurück – und treffen auf einen unerwarteten Gastgeber: Colms Geist. Dunkler Humor, zarte Momente,
bittersüße Familientreue. »Horseshoe« ist wie ein Regenbogen über einem irischen Sturm: melancholisch, eigenwillig, unvergesslich. Der Film gewann Edwin Mulane und Adam O’Keeffe in Galway den
Preis für den besten irischen Debütfilm.
Erste Highlights des Programms:
Good Boy, USA 2025, Ben Leonberg
»Good Boy« erzählt seine Geschichte aus der Sicht eines Hundes. Als sein Herrchen Todd in das ländliche Familienhaus seines Großvaters (gespielt von Genre-Ikone Larry Fessenden) zieht, spürt Indy
dunkle, übernatürliche Kräfte, die seinen menschlichen Begleiter zu bedrohen scheinen. Nach seiner Weltpremiere beim South by Southwest Festival (wo er mit dem „Howl of Fame“-Award ausgezeichnet
wurde) ist der Film bereits jetzt einer der meistdiskutierten Filme des Jahres 2025.
Broken Voices, Tschechien 2025, Ondřej Provazník (Internationale Premiere)
In den frühen 90er Jahren zwischen neugewonnener Freiheit und den bedrückenden Restriktionen der alten Tschechoslowakei siedelt „Broken Voices“ seine Geschichte um die 13jährige Karolina an, die
in einem streng geführten, renommierten Mädchenchor mit ihrem Talent die Aufmerksamkeit des Chorleiters und Eifersucht der anderen Mädchen erregt. Bei seiner Premiere in Karlovy Vary mit
stehenden Ovationen gefeiert, gewann der Film eine besondere Erwähnung der Jury für Kateřina Falbrovás Darstellung der Karolina.
Harakiri, I Miss You, Spanien 2025, Alejandro Castro Arias (Weltpremiere)
Drei Freunde, ein Tag, unzählige Emotionen. Zwischen Frust und Verlangen tastet sich der Film an die ungeschminkte Wahrheit von falsch verstandener Männlichkeit, Intimität und Freundschaft heran.
Ein kluger und gnadenloser Blick auf das Verhalten, das uns formt. Alejandro Castro Arias‘ Debüt unterwandert alle Erwartungen an eine klassische Coming-of-Age Story um drei tragische Helden,
denen jegliche soziale Kompetenz verloren gegangen ist.
Keep Quiet, USA 2025, Vincent Grashaw (Deutsche Premiere)
Lou Diamond Phillips liefert eine darstellerische Höchstleistung mit diesem Porträt eines von Schuld und Trauer geplagten Mannes, der versucht, vergangenes Unrecht wiedergutzumachen. Nach „Bang
Bang“ im letzten Jahr bringt Vincent Grashaw seinen nächsten Film nach Oldenburg – erneut mit einem legendären Schauspieler in der Hauptrolle und einer eindringlichen Geschichte vom Rand der
Gesellschaft.
The Silent Sinner, FR 2025, Guillaume Campanacci (Weltpremiere)
In den dunklen Straßen Krakaus leben Scarlett und Rhett wie in ihrem eigenen Film – verbunden durch Liebe, Verbrechen und den gemeinsamen Traum von einem sonnigen Leben am Mittelmeer. Irgendwo
zwischen Abel Ferraras „Ms.45“ und Godards »Le Mépris« und »Pierrot le Fou« zeichnet Campanaccis cineastisches Vaxierspiel die fragile Grenze zwischen Verlangen und Zerstörung nach.
Maysoon, GER 2025, Nancy Biniadaki (Weltpremiere)
Eine Beziehung zerbricht, ein Reisepass läuft ab und plötzlich steht alles auf dem Spiel. Maysoon lebt mit ihrem deutschen Partner und ihren beiden kleinen Kindern in Berlin und muss hilflos
zusehen, wie ihr mühsam wiederaufgebautes, bürgerliches Leben zerfällt. Zwischen verlorener Liebe, bürokratischen Mauern und der Erinnerung an den Arabischen Frühling fängt Nancy Biniadaki
eindrucksvoll Maysoons stillen Kampf ein. Sabrina Anali spielt die Hauptrolle in diesem ergreifenden Porträt einer Frau im Ausnahmezustand.
Gunman, ARG 2025, Cris Tapia Marchiori (Deutsche Premiere)
Ein Ex-Auftragskiller, ein einfacher Job – und ein Echtzeit-Abstieg in Verrat, Überleben und Chaos. In einer einzigen, atemlosen Einstellung durch die Straßen von Buenos Aires getrieben, zieht
»Gunman« mit jeder Sekunde tiefer in ein Viertel, das von Gewalt und Loyalität regiert wird.
Summer Hit Machine, BEL 2025, Jérôme Vandewattyne
Tief in den belgischen Ardennen betritt die Boogie-Punk-Band Chevalier Surprise ein schickes Studio – beauftragt, Machiavellis Kult-Hymne „Fly“ zu covern. Ihre abgeschottete Elite-Session
entwickelt sich zu einer irrwitzigen Kollision von Egos und Ambitionen. »Summer Hit Machine« liebt sein Chaos, lacht über die Musikindustrie und feiert die Absurditäten von Ruhm und Wahnsinn.
Nach seinem preisgekrönten „The Belgium Wave“ liefert Jerôme Vandewattyne ein weiteres trickreiches Spiel mit Erwartungen und Konventionen und erweist sich als einer der sorglosesten
Nonkonformisten des europäischen Kinos.
The Girl in the Snow, FRA 2025, Lousie Hémon
1899 trifft Aimée, eine junge konservative Lehrerin, in einem abgelegenen Bergdorf an der französisch-italienischen Grenze ein. Fest entschlossen, die obskuren Aberglauben des Dorfs
herauszufordern, findet sie sich allmählich in das Dorfleben – bis eine Lawine die ersten der Bergmänner unter sich begräbt. »The Girl in the Snow« ist ein hypnotischer Mix aus magischem
Realismus, Sinnlichkeit, Naturmystik und uralter Folklore. Hémons meisterhaftes Debüt wurde in Cannes uraufgeführt.
Flimschaffende aller oben genannten internationalen Filme werden in Oldenburg anwesend sein, um ihre Filme vorzustellen.
Trailer:
Der Trailer verlegt H.G. Wells „Der Krieg der Welten“ nach Oldenburg und erzählt den Kampf der Menschen gegen eine innere Bedrohung, die sich an fünf Tagen im September wie entfesselt über der
Stadt ausbreitet. Der europäische Kinomagier Edgar Pera, dessen Werke auf den großen Europäischen Festivals wie Locarno, Cannes und Rotterdam gefeiert werden, hat gemeinsam mit Torsten Neumann
einen visionären Fiebertraum entfacht, dessen Bilderrausch die „große Ernüchterung“ aus Wells Klassiker augenzwinkernd auf das in sich ruhende Oldenburg übertragt. Der Trailer entstand mit
Unterstützung von Peras Produktionsfirma Bando a Parte, sowie M101 Media, Iyuno und TrickWilk und wird ab dem 21. August bundesweit in den Kinos starten.
Der Trailer ist ab sofort unter https://www.youtube.com/watch?v=UIjdxFN_zz8 verfügbar.
Organisatorische Neuerungen:
Das internationale Filmfest Oldenburg informiert über einige bedeutende Neuerungen für die 32. Ausgabe vom 10. bis 14. September 2025: In diesem Jahr befindet sich das Festival in der Staullinie
11 in Oldenburg. Ein besonderer Dank gilt dafür Prof. Dr. Klaus A. Zugermeier, der uns das Gebäude für die diesjährige Ausgabe des Filmfests großzügig zur Verfügung gestellt hat.
Neuer Premiumsponsor des Filmfest Oldenburg ist 2025 das HIIVE Hotel. Darüber hinaus ist die CABANA 365 Living GmbH in diesem Jahr neuer Partner, in deren Apartments im Festival Center Gäste und
Filmschaffende beherbergt werden. CABANA 365 Living GmbH und FTSP FRISIA-TREUHAND Schmädeke GmbH & Co. KG. sind in diesem Jahr zusätzlich auch Sponsoren des Filmfest Oldenburg.
Vorverkauf:
Am Montag, den 01.09.2025, beginnt der Kartenvorverkauf auf der Filmfest-Website unter https://www.filmfest-oldenburg.de und im Festivalcenter in der Staulinie 11. Dort lassen sich ebenfalls Dauerkarten erwerben. Ab dem 01.09.2025 können dann
auch Karten über unser neues Digitales Programmheft gekauft werden.
Weitere VVK Stellen sind:
Tourismus-Information, Lange Straße 3/ Kulturetage, Bahnhofstraße 11 sowie alle Reservix Vorverkaufsstellen und die Ticket-Hotline 0761 888499 99 (06:00 – 22:00 Uhr)
15.08.2025
Oldenburg ehrt eine Kultfigur der 80er Jahre, den Autor und Schauspieler Don Opper
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Nach ersten Erfahrungen auf der Bühne in der Theater Company Group in LA mit seinem Bruder Barry, der später auch als Produzent an seinen Filmen mitwirkte, begann er als Setdesigner und Second Unit Director in Roger Cormans New World Studios. Er arbeitete an einem der größten Erfolge Cormans mit, dem Sci-Fi Epos „Battle beyond the Stars“, einer aufwendigen Weltraumvariante von Kurosawas „Die Sieben Samurai“, und ergriff dann mit einigen Mitstreitern aus der Corman Schmiede die Gelegenheit, mit „Android“ das erste Filmprojekt für Corman gemeinsam mit seinem Bruder Barry als Produzent, James Reigle als Koautor, und Aaron Lipstadt als Regisseur umzusetzen.
Der Film wurde auf Festivals als echte Low-Budget Entdeckung gefeiert und erlangte schnell Kultstatus. Mit seinem klugen Drehbuch und vor allem seiner einfühlsamen Darstellung des Androiden Max, der sich nach dem Menschsein sehnt, wurde der Film für Don Opper zu einem grandiosen Debüt.
Es dauerte dennoch zwei Jahre, bevor der Film es ins Kino schaffte. Die Macher mussten die Rechte von Corman zurückkaufen, da er nicht an den Erfolg dieses für seine Ansprüche viel zu anspruchsvollen Films glaubte. Erst 1984 kam er in die amerikanischen Kinos und wurde als „Sleeper-Hit“ von der Kritik gefeiert. Roger Ebert stellte den Film in eine Reihe mit Debütfilmen von Meistern wie George Lucas, Martin Scorsese oder John Carpenter, die Washington Post nannte Android „ein kleines Wunder, das in 20 Tagen vollbracht wurde und vor allem dank Opper gelingt.“
Sein großes Talent für nuanciertes Erzählen setzte Don Opper dann auch in dem von Wayne Wang inszenierten Neo Noir „Slam Dance“ (1987) um. Mit Tom Hulce, Virginia Madsen und Harry Dean Stanton glänzend besetzt, spielt Opper selbst den melancholischen Killer Buddy, der wie ein dunkler Doppelgänger der von Tom Hulce verkörperten Hauptfigur das emotionale Epizentrum dieses Films bildet.
Selten hat sich die Arbeit eines Drehbuchautors so unauflösbar zwischen der Rolle des Darstellers und seiner dargestellten Figuren verwoben. In „Android“ verzichtete er sogar in den Credits und
auf den Plakaten auf die Nennung seines Namens, um der Figur des Androiden Max noch mehr Geheimnis und Authentizität zu verleihen. Die alte Frage des Filmemachens, ob der Schauspieler oder der
Autor die Figuren besser kennt, wird bei Opper zu einem unauflösbaren Mysterium.
Don Opper wird mit seinem Bruder, dem Produzenten Barry Opper, vom 10. bis zum 14. September in Oldenburg zu Gast sein.
Im Rahmen des Tributes werden in Oldenburg zu sehen sein:
»Android« (USA 1982, Regie: Aaron Lipstadt)
»Critters« (USA 1986, Regie: Stephen Herek)
»Slam Dance« (USA 1987, Regie: Wayne Wang)
»Critters 2« (USA 1988, Regie: Mick Garris)
14.08.2025
32. Internationales Filmfest Oldenburg 10-14. September 2025
Oldenburg ehrt den Filmemacher und legendären Musikproduzenten James William Guercio und sein visionäres, singuläres Filmwerk „Electra Glide in Blue“
Bei seiner Veröffentlichung 1973 missverstanden und als reaktionärer Gegenentwurf zu „Easy Rider“ verunglimpft, ist Guercios einziger Film inzwischen im Kanon großer künstlerischer Kinowerke
aufgenommen. Ein Kultfilm im besten Sinne, dessen differenzierte Haltung zwischen John Fords Americana und der Counter Culture der 70er Jahre Guercios filmisches Werk zu einer Singularität von
grandioser Schönheit macht.
James William Guercio wurde im Juli 1945 in Chicago, Illinois, geboren. Nach seinem Studium der klassischen Komposition ging er nach Los Angeles, wo er als Studiomusiker und Songwriter arbeitete,
bevor er festangestellter Produzent bei Columbia Records wurde, wo er an Frank Zappas Debütalbum „Freak Out!“ mitwirkte. Er produzierte mehrere Alben für die Band The Buckinghams und 1969 das
zweite Album für Blood, Sweat & Tears. Die Platte gewann 1969 den Grammy für das Album des Jahres und schlug damit „Abbey Road“ von den Beatles aus dem Rennen.
Guercio ist vor allem für seine bahnbrechende Arbeit mit Chicago bekannt. In einer langjährigen Partnerschaft definierte er das Rockgenre neu, indem er Jazz, Rock und blasinstrumentenbetonte
Melodien miteinander verband. Er schrieb, arrangierte und produzierte elf Alben und verhalf der Band zu 24 Top-40-Hits. In seinem legendären Caribou Ranch Studio in Montana nahm er Künstler wie
Chicago, Phil Collins, Earth, Wind and Fire, Billy Joel, Elton John, John Lennon, die Beach Boys, Supertramp, Michael Jackson und U2 auf. Im Laufe seiner Musikkarriere gewann er zwei Grammys und
wurde 36 Mal für einen Grammy nominiert.
Und während er in der Musikbranche aufstieg, wagte er sich auf unbekanntes Terrain: Hollywood. Mit 27 Jahren produzierte und inszenierte er für die United Artists „Electra Glide in Blue“. Der
unerfahrene Guercio setzte die umstrittene Besetzung seines Hauptdarstellers Robert Blake durch und holte mit Einsatz seiner eigenen Gage den späteren Oscargewinner Conrad Hall als Kameramann an
Bord.
„Electra Glide in Blue“ war der amerikanische Beitrag bei den Filmfestspielen von Cannes 1973, wurde für die Goldene Palme nominiert und bescherte seinem Hauptdarsteller Robert Blake eine
Golden-Globe-Nominierung. Kritiker griffen den Film wegen seiner Nähe zu Dennis Hoppers „Easy Rider“ an. Guercios „Cops on a Bike“ wurde zu leicht als konservative Antwort auf Hoppers „Hippies on
a Bike“ missverstanden, um eine differenzierte Sicht auf dieses Roadmovie zu ermöglichen.
Das Time Magazine beispielsweise schrieb 1973 fast gehässig: „Das Ergebnis könnte man wohlwollend als dissonant bezeichnen. Selbst ein Plattenproduzent hätte das erkennen können.“ – und kam dann
2012, als der Film inzwischen Kultstatus erlangt hatte, zu folgendem Urteil: „Ein vernachlässigter Kultklassiker (…) ein eigenwilliger, aber unvergesslicher Film – teils Charakterstudie, teils
Untersuchung einer aufkommenden Jugendkultur – mit herausragender Kameraarbeit des späteren Oscar-Preisträgers Conrad Hall.“
Die Schlussszene vor der Kulisse des Monument Valley gilt längst als einer der ikonischsten Momente des amerikanischen Kinos – der perfekte Abschluss eines Roadmovies ohne Bewegung, der die
typisch amerikanische Idee der Frontier ein für alle Mal zerstört.
Das Internationale Filmfest Oldenburg präsentiert „Electra Glide in Blue“ im Rahmen des diesjährigen Festivals. James William Guercio ist vom 10. bis 13. September in Oldenburg zu Gast.
03.07.2025
32. Internationales Filmfest Oldenburg
10-14. September 2025
Filmfest Oldenburg eröffnet erneut im Cinemaxx
FTSP FRISIA - TREUHAND Schmädeke GmbH & Co. KG offiziellen Sponsor
Auch ist das Cinemaxx Oldenburg wieder Austragungsort der Festivaleröffnung: Am 10. September beginnt dort die 32. Ausgabe des Internationalen Filmfest
Oldenburg.
Nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit wird die FTSP FRISIA - TREUHAND Schmädeke GmbH & Co. KG Steuerberatungsgesellschaft ab 2025 offizieller Sponsor des Internationalen
Filmfests Oldenburg. Damit vertieft das Oldenburger Unternehmen sein Engagement eines der bedeutendsten Festivals für unabhängiges Kino in Europa.
Die FTSP FRISIA - TREUHAND Schmädeke GmbH & Co. KG steht seit vielen Jahren für professionelle Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung in Oldenburg und Nordwestdeutschland.
Das Filmfest Oldenburg zählt seit über drei Jahrzehnten zu den festen Größen der internationalen Festivallandschaft und bringt jährlich Filmschaffende, Branchenvertreterinnen und ein
filmbegeistertes Publikum aus aller Welt nach Oldenburg.
02.04.2025
32. Internationales Filmfest Oldenburg
10-14. September 2025
Filmfest Oldenburg vergibt neuen Filmpreis für alte weiße Männer
In der Tradition, mit der sich das Filmfest von Anbeginn marginalisierten Bereichen des Kinos angenommen hat, wird mit dem European Silverback Award ein neuer Preis ins Leben gerufen.
Seit den Anfängen des Festivals in den 90er Jahren hat sich Oldenburg immer den Randbereichen der Filmkunst gewidmet, und Filmemacher und Filme in den Fokus gestellt, die sich nicht leicht in
vorhandene Narrative einordnen lassen und oftmals ein Gegenentwurf zum gängigen Mainstream darstellen.
Festivaldirektor Torsten Neumann erklärt: „Wir lieben es, neue Stimmen zu entdecken, wissen aber auch, wie wichtig es ist, diejenigen zu ehren, die schon länger am Ball sind. Der European
Silverback ist ein Preis für Filmemacher, die allen Stürmen der Filmindustrie standgehalten und ihren kreativen Geist bewahrt haben. In einer Zeit, in der ‚alte weiße Männer‘ bisweilen negativ
konnotiert werden, möchten wir sagen: Erfahrung, Charakter und Dominanz zählen.“
Die Tür zum marginalisierten Kino offen zu halten, ist seit jeher eine bedeutende Aufgabe des Festivals, um die Förderung der Filmkunst mit einer gebotenen Vielstimmigkeit zu erhalten. So wurden
in den Anfangsjahren Filmemacherinnen wie Nancy Savoca, Katt Shea oder Icíar Bollaín mit Tributes geehrt, das Genrekino hat in Oldenburg schon früh die Verbindung zum Arthouse herstellen können
und große Kinoaußenseiter und Provokateure wie Ken Russel, Andrzej Zulawski, Bruce Robinson, oder Phillippe Mora wurden in Oldenburg geehrt.
Der Preis wird für den besten Film eines erfahrenen europäischen Filmemachers vergeben. Es werden nur Filme nominiert, die mindestens der dritte lange Spielfilm eines Regisseurs sind. Die
Nominierungen werden sektionsübergreifend auf die vom Festival ausgewählten Filme vergeben, die diese Kriterien erfüllen.
Oldenburg stellt mit diesem Preis ein für alle Mal klar: Entschlossenheit, Resilienz und schiere Dominanz sind die Eigenschaften, die gefeiert werden sollen.
12.09.2024
Hollywood Super Star Vincent De Paul wird auch 2025 nicht beim Filmfest Oldenburg sein.