Die Comedian Harmonists

Buch von Gottfried Greiffenhagen
musikalische Einrichtung von Franz Wittenbrink
Im Berlin des Jahres 1927. Harry Frommermann sucht über ein Inserat im Lokalanzeiger „schön klingende Stimmen für einzig dastehendes Ensemble“. Sein Ziel: Ein deutsches Pendant der US-amerikanischen Gruppe Revelers. Das Ergebnis ist  ein Vokalensemble, das mit einem für Europa völlig neuen Gesangsstil Musikgeschichte schreibt: die Comedian Harmonists!
Doch der Anfang ist schwer und so steht für Harry, Ari, Erich, Roman, Robert und den Pianisten Erwin zunächst einmal üben, üben üben auf dem Programm. Was sie sich zum Ziel gesetzt haben, hört sich unbeschwert an , ist in der Herstellung jedoch sehr aufwendig: nur vom Klavier begleiteter A-cappella-Gesang, der textbestechend wie intonationssicher sein soll. Erst Teil der lebendigen Berliner Revueszene, später in Soloprogrammen und zunehmend gefragten Schallplattenaufnahmen, arbeiten sich die Comedian Harmonists an die Spitze der Unterhaltungsmusik – „Einmal schafft’s jeder!“ Während sie in ihren Liedern die unbeschwerte Leichtigkeit des Seins feiern und 1933 mit 150 Konzerten auf dem Gipfel des Erfolgs ankommen, wird ihre Existenz zunehmend durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten bedroht: Ein deutsches Auftrittsverbot für die „Nichtarier“ Erich, Harry und Roman stellt die Gruppe  vor ihre schwerste Entscheidung: Heißt es nun „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Auf Wiedersehen, my Dear“?
Ein Abend der ein Stück Musikgeschichte beschreibt. Großartige Künstler begeistern und werden zu Recht während der gesamten Aufführung gefeiert. Am Ende der ausverkauften Premiere mit stehenden Ovationen. Worauf die Künstler mit einer Reihe von Zugaben antworteten.
Als dann noch der Sieg Der Deutschen Nationalmannschft in der Nachspielzeit bekannt wurde, hatte der Uferpalast eine überragende Premiere erlebt.
Besetzung
Musikalische Leitung: Felix Pätzold
Inszenierung: Felix Schrödinger
Ausstattung: Josefine Smid
Choreografie: Yoko El Edrisi
Licht: Steff Flächsenhaar/ Sofie Thyssen
Dramaturgie: Christina Schmidl
Ari Leschnikoff: Philipp Kapeller
Erich A. Collin: Timo Schabel
Harry Frommermann: KS Paul Brady
Roman Cycowski: Stephen Foster
Robert Biberti: Julian Popken
Erwin Bootz: Felix Pätzold
Hans: Johannes Schumacher

Text:GS

 

 

Am 11. Mai gaben drei Bands Vollgas im Oldenburger Cadillac!

Sie treten das Pedal aufs Bodenblech – und bei Ohrenfeindt fliegen die Gitarren tief.
Mundharmonika, Flaschenhals-Gitarre, fette Riffs, eine donnernde Rhythmussektion und rauer heiserer Gesang – das ist die schlichte Formel für den beinharten Vollgasrock des Kiez-Dreiers, der in Bauch, Beine und auch in den Kopf geht. Ihre Kulthymne "Harley-luja" hat es als einziger deutschsprachiger Titel auf den 100-Jahre-Harley-Davidson-Sampler geschafft
Die Reeperbahn-Rocker stehen auf klare Ansagen – und was sie zu sagen haben, sagen sie auf Deutsch. Ihre Songs handeln von Geschichten, die das Leben schrieb: von der Liebe, vom Hinfallen und Wiederaufstehen, vom Rock, vom Roll.
Der R&R war laut, sehr laut und gut, sehr gut.

Der nächste Auftritt darf aber nicht solange auf sich warten lassen

Blackballed ist ein aus Manchester stammendes Rock-Trio um den Gitarristen Marshall Gill von New Model Army. Das Trio zelebrierte gekonnt den Whisky getränkten, nach verbranntem Öl riechenden kernigen Rock´n Roll Sound, welcher sich sofort in Kopf und Bein grooved.               
Schreiber besteht aus vier Herzblutmusikern aus Norddeutschland, die eine dynamische, authentische und kraftvolle Mischung aus deutschen Texten und Rockmusik auf die Bühne brachten.

Die Fotos

 

b.o.s.c.h. Konzert Im Cadillac Oldenburg

Am 04. Mai wurde das Cadillac bis in die Grundfesten erschüttert, denn b.o.s.c.h. und Sturmfahrer waren in  Oldenburg.
Die raue See, der böige Wind, das Reizklima: Menschen von der Nordseeküste sind tatsächlich robuster als Bewohner aus anderen Teilen der Republik.
Auf b.o.s.c.h. hat das Klima zweifelsohne abgefärbt. Die kompromisslose Härte der Band, ihre unverwechselbare Mischung aus Metal, Punk, Rock, Hardcore, Thrash und elektronischen Versatzstücken, spiegelt sich auch in ihrem künstlerischen Credo wider: „Wir machen Krach!“ erklärt Gitarrist Christian ́Ledde` Heil und erklärt die Philosophie seiner Gruppe: „Bei uns wird oldschool gerockt, bis die Hose flattert.“
So einfach ist das Bühnenkonzept von b.o.s.c.h zu erklären. Das geht auf, macht spaß. Keine übertriebenen  Schickschnack Technik. Mit vorgeglühten Röhren-Amps und von einem erbarmungslos marschierenden Schlagzeug/Bass-Takt angetrieben wird, wie man es sonst nur von Hammer und Amboss kennt, besticht  die Band. Und das ganz Stark !!
Mit von der Partie waren Sturmfahrer aus Bad Segeberg . Die fünf norddeutschen Hardrocker machen seit 2012 zusammen Musik und waren der Supp. im Cadillac

 

Terry Hoax und ihr  neues Album „Thrill!“:Grandioses

Konzert am 20. April im Cadillac
Sie sind wieder da! TERRY HOAX mit brandneuem Album, 20.04.2018

Die Hannoveraner Kult-Rocker um Oliver Perau gründeten sich bereits 1988 und feiern in diesem Jahr somit nicht nur ihr 2017 erschienenes neues und somit achtes Album namens „Thrill“, sondern auch ihr 30jähriges Bühnenjubiläum! 2012 standen sie im Cadillac das letzte Mal auf der Bühne, damals im Zuge ihrer „Serious-Tour“, Grund genug also endlich wieder die Hunte-Stadt mit neuen Songs und ihren Klassikern auf Hochofen-Temperatur zu bringen.

Die hannoversche Rock Band ist wieder da – und  das neue Album von Terry Hoax ist das  beste der Band, zeigt  Lust auf Neues.

Das Königslied des Albums „Gonna sing a Song for you“, in dem sich all die Qualitäten der Band bündeln: der unbändige Spielspaß, das professionelle Songwriting und der Riecher für hinreißende Melodien, ist der Start in eine unvergleichlich Nacht
Terry Hoax  spielt entfesselt, voller Spontaneität & Elan und schier übersprudelnder Dynamik
Die Songs sind Rock pur. Die Lebens - und  die Spielfreude der Band kommen   super rüber.
GS

Fotos

 

Die Sieben letzten Worte

07.04.2018 Staatstheater Oldenburg

von Antoine Jully/Raphael Hillebrand
Uraufführung
Ballett und HipHop – das passt  !

Oldenburgs  Ballettdirektor hat sich für diesen  Ballettabend einen besonderen Gast eingeladen: Raphael Hillebrand, Hip-Hop-Choreograf.
Zusammen haben sie im Staatstheater Oldenburg  „Die sieben letzte Worte“  choreografiert, die  Leidensgeschichte Jesu.   Eine gelungene Verschmelzung von Hip-Hop und Ballett zu Musik von Haydn.
Hillebrand gab den Tänzerinnen und Tänzern bei dem Erarbeiten der Schritte Schritte, Bewegungen des Hip-Hop.
Das Ensemble wirbelt  Tänzer auf ihren Schultern um die eigene Achse, es wird geklatscht und geschnippt, aber nicht übertrieben. Dabei geht es aber  immer um die Passionsgeschichte. Gianluca Sermattei als Jesus tanzt mit nacktem Oberkörper und Jeans die kräftezehrenden Solos großartig. Das Ensemble, elf Tänzerinnen und Tänzer, treten mal mit halbiertem Tutu,  im fließenden Kleid  oder in Trainingshosen auf.
Begleitet vom Oldenburgischen Staatsorchester trifft HipHop auf Ballett, Sakrales auf Weltliches. Musikalisch großartig
Antoine Jully, immer für eine Überraschung gut, hat einiges gewagt. Doch sein Experiment ist geglückt: Bravos aus dem Publikum am Samstagabend im Großen Haus des Staatstheaters. Erlösender und riesiger Applaus  für das Ballettensemble, das Orchester und besonders  für Jully und Hillebrand. Der kam auf die Bühne gelaufen, lief die Wand rauf und zeigte einem Salto.

GS


Besetzung
Musikalische Leitung: Thomas Bönisch
Choreografie: Antoine Jully/ Raphael Hillebrand
Musik: Joseph Haydn, ‚Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze‘
Bühne: Antoine Jully
Kostüme: Uschi Heller
Licht: Sofie Thyssen
Dramaturgie: Telse Hahmann
Ballettmeisterin: Carolina Francisco Sorg
Mit: Eleonora Fabrizi/ Timothée Cuny/ Adi Hanan/ Lester René González Álvarez/ Maelenn Le Dorze/ Oliver Jones/ Marjorie Lenain/ Floriado Komino/ Gabrune Sablinskaite/ Herick Moreira/ Marié Shimada/ Gianluca Sermattei
Oldenburgisches Staatsorchester

 

 

OTELLO DRAFF NICH PLATZEN

‚Otello darf nicht platzen‘ wurde 1985 am Broadway uraufgeführt und erhielt den Tony-Award als „Bestes Stück“. Im deutschsprachigen Raum wurde die beliebte Boulevard-Komödie bis heute über 100 Mal produziert
Regisseur Alexander Marusch hat die Erfolgskomödie von Ken Ludwig OTELLO DRAFF NICH PLATZEN  (Niederdeutsch von Hartmut Cyriacks und Peter Nissen) temporeich für die August-Hinrichs-Bühne (AHB) des Oldenburgischen Staatstheaters  auf Plattdeutsch inszeniert.

Hektik und Aufregung herrscht im Opernhaus,  der weltberühmte Tenor Tito Merelli hat als Gastsänger für Verdis Oper ‚Otello‘ zugesagt. Die  ganze Stadt ist im Lampenfieber wegen des Weltstars, ganz besonders Operndirektor Saunders, seine Tochter Maggie und sein Assistent Max.
Doch dann verzweifelt Impresario Sanders: Der
 eingekaufte Startenor  ist (noch) nicht da. Was macht man?  Assistent Max hat  einen Plan. Er selbst spring ein, er träumt von seinem ersten großen Auftritt. Dann trifft Tenor Tito mit  seiner Gattin Maria  doch noch ein, Für den Impresario ist der Abend damit noch nicht gerettet. Da sind schmachtende  Verehrerinnen und  Verehrer des Tenors, eine  Flasche Chianti, Medikamente die den Startenor betäuben und dadurch doch Max auf die Bühne bringen.
Es wird viel  gerannt und gekreischt in dieser Farce in der kein Klischee ausgelassen wird, im Hechtsprung übers Bett geflogen wird und die  fünf Türen des Bühnenbildes nie lange unbenutzt bleiben.

 Langanhaltender Applaus für eine wilde, irre Handlung  gab es am Premierenabend  für
Heinrich Sanders: Alf Hauken
Max, sein Assistent: Sven Gerstmann
Maggie Sanders: Gesa Schierenstedt
Tito Merelli: Udo Nottelmann
Maria, Titos Ehefrau: Britta Gurrey
Diana : Daria Eggers
Julia: Maren Groot-Ische
Hotelpage: Florian Pelzer
und Regie: Alexander Marusch
Ausstattung: Achim Naumann d'Alnoncourt
Licht: Arne Waldl
Dramaturgie: Sarit Streicher

GS

 

 

Gitte Haenning & Band

›Meine Freunde, meine Helden, Ihre Gitte!‹

17. Februar 2018 – Kulturetage

Gitte Haenning präsentierte in Ihrem Konzertabend eindrucksvoll eine Vielzahl ihrer Lieblingslieder.

Welch eine wunderbare und vielseitige Stimme, welch ein beeindruckendes und enormes Repertoire! In ihrem neuen Programm überrascht Gitte Haenning  mit heiterem Swing, galantem Jazz, bewegendem Soul und einem immer groovigem Sound. Sie führte ihr Publikum kraftvoll durch ein temperamentvolles musikalisches Leben, ihre großartige Band garantiert die perfekte Begleitung für diese  beschwingte Reise. Egal ob ironisch, stark oder melancholisch, es ist immer ›the real thing‹. Gitte Haenning, zeitlos sind ihre Songs sind.
GS


Besetzung :
Gitte Haenning vocals
Sebastian Weiß Piano
Benedikt Reidenbach Gitarre
Thomas Alkier Schlagzeug
Björn Werra / Oliver Potratz Bass

FOTOS

 

 

 

Peter Maffay MTV-unplugged in Bremen

Bremen, 15.02.2018

Peter Maffay bringt mit Johannes Oerding und Jennifer Weist.
Der Abend beginnt als Comic-Film. „Anschnallen, Leute. Die nächste Stadt wartet“, sagt Peter Maffay zu seinen Bandkollegen.

Großer Beifall brandet auf als Maffay  dann leibhaftig die Showbühne betritt.

„Bring mich nach Haus“ ist die rockige Auftaktnummer.

Dynamisch geht es weiter:  „Gelobtes Land“  und einem Dresscode, der dem in  Leder-Kledage  gewandeten PM entspricht.

 „Der Mensch auf den du wartest“  das erste Stück mit  Gast-Beistand: Jennifer Weist.

 

Auf unseren Plätzen ist der Sound  noch schlecht, nicht die Klasse, die man von PM gewohnt ist

Als Johannes Oerding die Bühne betritt, der Maffay bei dieser Tournee  begleitet, setzt es Applaus. Nach der gemeinsam bestrittenen  Nummer „So schön“ ist eine Betriebstemperatur erreicht  die  in den vorderen Reihen angenehm ist.
Was Maffay „alte Schinken“ nennt gibt es erwartungsgemäß auch.  „So bist du“  und „Du“  werden veredelt durch Kabinettstückchen des großartigen Gitarristen Carl Carlton.

Ein Höhepunkt ist der Auftritt Ilse DeLange, die den Song „Calm After The Storm“, niederländischer Beitrag zum ESC des Jahres 2014, hinreißend interpretiert . Weniger Eindruck hinterlässt  Tony Carey der bei einigen Unplugged-Gigs mit von jener Partie ist. Zum  Finale versammeln sich alle Mitwirkenden nochmals auf der Bühne, bevor mit „Freiheit, die ich meine“ der Zugaben-Reigen beginnt. Ein hübscher Abend für Nostalgiker.

GS

 

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Adams Appeln

von Anders Thomas Jensen,  Niederdeutsch von Arne Christophersen
Niederdeutsche Erstaufführung

Der Dorfpfarrer Johann, der mit bedingungsloser Güte und Zuversicht versucht Straftäter zu resozialisieren, bekommt ein neues Schäfchen. Neben dem Sexualstraftäter Gunnar und dem afrikanischen Tankstellenräuber Khalid soll sich nun der aggressive Neonazi Adam bei ihm einnisten. Für Johann kein Problem, denn laut ihm gibt es keine schlechten Menschen auf dieser Welt! Man solle sich auf das Positive konzentrieren, dann führen alle Wege zu Gott! Und auch Adam soll sich, wie jeder andere, ein Ziel setzen! Als dieser sehr sarkastisch vorgibt, dass es sein Ziel ist, einen Apfelkuchen zu backen, nimmt Johann ihn beim Wort und beauftragt ihn damit, den Apfelbaum bis zur Ernte zu pflegen. Während dieser jedoch von Krähen eingenommen und von Würmern befallen wird, sieht sich Adam stets mehr herausgefordert Johanns unendlichen Optimismus zu brechen und stößt dabei sowohl auf Schicksalsschläge aus Johanns  Vergangenheit, als auch auf das Buch Hiob. Stolz konfrontiert er Johann mit seiner Überzeugung, dass nicht der Teufel ihn prüfe, sondern dass Gott ihn hasse und bestrafe. Doch als er schließlich sein Ziel erreicht und den letzten positiven Gedanken Johanns ausgelöscht hat, geschehen die wahrhaftigen Wunder …

Die berührende und zugleich urkomische Geschichte des Dorfpfarrers, der stets an das Gute glaubt, zeigt, wie wichtig Lebensmut und Zuversicht auch in ernsthaften Lebenssituationen sind.
Regie der niederdeutschen Erstaufführung führt Hanna Müller, die mit ‚Adams Appeln‘ ihr Debüt am Oldenburgischen Staatstheater gibt

Eine Fabel voller absurder Überraschungen, realistisch und märchenhaft, heiter und düster zugleich. Ein bizarrer  Glaubenskrieg: mit Verve, Witz und naturgewaltiger Vehemenz, mit Menschen die keinen Scherz kennen - und gerade deshalb  komisch sind.
„Adams Appeln“ ist gewagt gegen den Strich gebürstet, makaber bis an die Schmerzgrenze, komisch und zugleich von großer Intelligenz und unerwarteter Warmherzigkeit
GS


Besetzung
Regie: Hanna Müller
Ausstattung: Gesine Lenz
Musik / Sounddesign: Carl-John Hoffmann
Licht: Arne Waldl
Dramaturgie: Sarit Streicher
Adam: Thorge Cramer
Johann: Jakob Dalin
Gunnar: Mario Forkel
Khalid: Jacques Zamblé
Sarah: Nadine Woinke
Paul: Dieterfritz Arning
Kolberg: Herwig Dust
Christoffer: Leonard Eisenberg / Raphael Matz
Holger: Klaus Pflug
Thies: Holger Schulz
Tanja: Vanessa Hase
Cord: Jan-Christoph Eiting
Arne, Jan: Nicolas Thomsen

 

 

Helmut Lotti "Comback Tour 2017"

 Helmut Lotti wieder da
Helmut Lotti  suchte den Kontakt zu seinen Fans, von Anfang an. Beim finalen Refrain des Beatles-Monuments Hey Jude wanderte er minutenlang durch die Reihen und animierte seine Zuhörer zu einem stattlichen Chorgesang. Die Chemie zwischen dem charmantem Sänger und seinem Publikum.
Stehenden Ovationen wärend des Konzert auch zum Schluss, als der Star schon von der Bühne war
Den Besuchern wird die Zeit dabei nicht lang.
Die großartige Stimmung im Musical Theater und eine nur schwer zu überbietende Dichte legendärer Meilensteine der populären Musikgeschichte, die von Lottis langjährigem Begleiter, dem Golden Symphonic Orchestra, mitreissend arrangiert auf die Bühne gebracht wurden.
 
Klassiker wie "You'll Never Walk Alone" und "Put A Little Love In Your Heart". Songs von Leonard Cohen,  Simon & Garfunkel. Zu dem  "My Boy" von Elvis Presley erzählt Lotti die  Geschichte, wie er als Neunjähriger den zweiten Platz einer TV-Talentshow belegte und seinen ersten Plattenvertrag bekam.

 Als das hebräische Volkslied "Havah Nagilah" erklingt, springt der Saal auf und wippt in den Sitzreihen im Takt. "Lass uns glücklich sein", lautet die Übersetzung. Das ist das erklärte Ziel. Und es wurde an diesem Abend für die meisten erreicht.
Helmut Lott: wirkte modern, jung  lässig, dazu der Glanz und die Klasse der guten, alten Entertainer  Zeit.
Eine sehr unterhaltsame  Show. Ein perfektes Programm und Helmut Lotti in Topform, dazu ein exzellentes Orchester. So geht Entertainment. So geht ein Comeback.

GS

 

 

Ballettpremiere in Oldenburg

"Drei Generationen"

 Antoine Jully ist  Chefchoreograph am Oldenburgischen Staatstheater und  jetzt auch Ballettdirektor.
"Drei Generationen" ist das Theman an diesem Abend. Zu sehen gibt es vier Stücke, drei  sind Uraufführung.
Zwei  Stücke des Abends hat er auch selbst choreographiert.


"From The lighthouse": Floriado Komino, Gianluca Sermattei, Timothée Cuny
Den Anfang hatte Jully  dem Tänzer Lester René Gonzáles Alvarez  überlassen:Das Ensemble setzte sich mit dem Thema "Angst" auseinander, das Bühnenbild bestand nur aus einem dicken, diagonal gespannten Tau. Sehenswert

"Is this it?": Eleonora Fabrizi, Timothée Cuny
Die beiden Choreographien von Antonine Jully  an diesem Abend – "Is this it?" und  "Harmonic Language" – tragen seine Handschrift: hochgradig anspruchsvoll und werden in  Perfektion von den inzwischen insgesamt 13 Tänzerinnen und Tänzern dargeboten.


"Tensile Involvement": Herick Moreira, Ensemble
Eine Rekonstruktion eines Stücks aus dem Jahr 1953 von Alwin Nikolais war das nächste Stück des Abends. In "Tensile Involvement" tanzt und verstrickt sich das Ensemble in elastischen Bändern die die ganze Bühne bespannen. Es  entstehen immer  neue Formen, bunt, verspielt und ein herrlicher Kontrast zu den anderen Choreographien.

"Harmonic Language": Gabrune Sablinskaite, Adi Hanan, Maelenn Le Dorze, Marié Shimada
Der Abend endet mit einer Choreographie zu Béla Bartóks Streichquartett Nummer 4. Keine leichte Kost –  dafür wirklich sehr schön anzusehen!

 

Die Zuschauern feiern im Saal  diesem grandios Abend. Jully ist längst angekommen in Oldenburg und hat hier sein begeistertes Publikum gefunden.

"Drei Generationen" gibt es im Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters wieder am 18. und am 28. November zu sehen.

 

GS

 

 

Staatstheater Oldenburg, Kleines Haus, 15.10.2017 Pre von:

…UN DENN DE HEVEN VULL VON GEIGEN

Delmenhorst oder Afrika, das ist kein Unterschied

Sie reisen um die Welt, kaufen Tablets, sind körperlich und geistig fit und haben auch noch eine gehörige Portion Lebenserfahrung im Gepäck. Menschen über 60 Jahren sind heutzutage alles andere als altmodisch und gebrechlich. Aber kann man auch im hohen Alter eine neue Liebe finden? Sechs Senioren, drei Männer und drei Frauen zwischen 60 und 80 Jahren, haben den Schritt gewagt: Sie begeben sich auf die Suche nach einer neuen Partnerin oder einem neuen Partner – beim Speed Dating einer Kontaktbörse.

Sie hatten schon viele Begegnungen in ihrem Leben. Ob verwitwet, geschieden oder jahrelanger Single, jede und jeder bringt seine ganz eigenen Hoffnungen und Sehnsüchte mit.

Wie mache ich einen guten ersten Eindruck? Bin ich vielleicht zu langweilig? Wie flirtet man eigentlich nochmal und wie geht es nach einem vielversprechenden Gespräch weiter? Vom Flirt-Coaching, kleinen Tanzeinlagen bis hin zum spannungsreichen Speed Dating hat diese Kontaktbörse alles zu bieten, was die Chance auf das passende Herzblatt größer macht. Doch findet hier jede und jeder genau das, was sie oder er sucht?

Der Autor und Regisseur Marc Becker, der bereits zum vierten Mal für das Niederdeutsche Schauspiel engagiert wurde, hat exklusiv für das Ensemble der August-Hinrichs-Bühne ein
amüsant-berührendes Stück über die Frühlingsgefühle im hohen Alter schreiben — welches unter seiner Regie auch im stürmischen Herbst kein Publikumsherz kalt lassen wird.
Und so stürmisch der Herbst die letzten Tage in Deutschland war, Bahnstrecken gesperrt und Bäume ausgewurzelt, so stürmisch war der Applaus des Publikums als der Vorhang fiel
Mit: Margrit Backhus, Leonie Grote, Marion Horst, Inge Misegardes-Kroll; Heinz-Dieter Grein, Jürgen Müller, Pascal Oetjegerdes, Gert Prahm

 

 

05.09.2017, Bremen, Musical Theater

„Cats“ mischt das Musical Theater Bremen auf: stehende Ovationen.

 „Cats“, nichts anderes als ein Haufen Katzen, die sich nacheinander vorstellen und um die Gunst ihres Sippenältesten erhalten
Ein fulminanter Abend

Die Jellicle Cats haben sich für ihren alljährlichen Ball auf einer Londoner Müllhalde versammelt. Was mal neu war, landet im Abfall, wird gnadenlos ausgemustert – ein Schicksal, das allen Dingen und Wesen droht
Keine Hierarchien gibt es hier, in einer Katzenwelt, in der zwischen den Ständen kaum Unterschiede herrschen. Hier hat der rockende David-Bowie-Verschnitt Rum Tum Tugger genauso seinen Platz wie der fette Kater Bustopher Jones, der sich durch die Pubs und Clubs Londons schnurrt und schnorrt.

 Der Abend rollt fulminant vor sich hin.Wie ein Wollknäuel, mit dem ein Kätzchen vor sich hin spielt. Zwischen Massenchoreographien legt beispielsweise das Duo Mungojerrie und Rumpelteazer ein vergnügliches Pas de Deux hin.

Jede Katze hat was anderes drauf, dass sich variété-artig alles Mögliche vermischt: Modern Dance, klassisches Ballett, Rock’n’Roll,  Jazz und  Achtziger Jahr Pop. Wenn am Ende die gealterte Diva Grizabella ihre Stimme für „Memory“ nochmal hochjagt und der alte Deuteronomy sie für die Wiedergeburt bestimmt, wurde die Vergänglichkeit besiegt. Standing Ovations zuletzt  - kein Wunder angesichts bei grandios singenden Katzen.